Momomontag!

Freunde! Es ist Montag! Das jähe Ende des Wochenendes. Aber es ist auch Momo-Tag! Genaugenommen Momo-Montag. Und das ist das gute am Start einer neuen Arbeitswoche. Es gibt ein schnelles Abendessen nach einem hungermachenden Arbeitstag: Direkt an der Ecke North Main Road/Lane 5 steht “mein” Momo-Straßenstand, an dem ich mir wieder heute 6 vegetarische und 6 “non-veg” Momos geholt habe:

Momos

Die Nonveg-Momos erinnern vom Geschmack an Maultaschen, was den Süddeutschen in mir sehr erfreut. Dagegen erinnnern die vegetarischen Momos eher an Frühlingsrollen die aber eben von Nudel umhüllt sind und nur gekocht und abschließend am Straßenrand gedünstet und nicht frittiert sind.

Dazu gibt es noch eine rote Soße, die natürlich ziemlich scharf ist, aber in geringen Mengen zu gefallen weiß.

Und da wir gerade beim Essen sind, sei hier noch einmal ein Frühstück gezeigt, dass es hier jeden Mittwoch in der Kantine gibt. Brot! Das Highlight der Woche. Es ist so eine Art Fladenbrot, dazu gibt es einen scharfen Kartoffel-Gemüse-Bratling der in das Brot gelegt wird. Damit das ganze (noch) würziger wird, gibt es dazu gebratene, gesalzene grüne Pepperoni:

Kantinen-Frühstück

Die Pepperoni sind teilweise sehr scharf und teilweise mild (erinnert mich stark an Pimientos de Padrón!), was es morgens um halb neun nicht einfacher macht. Auf die anderen Frühstücke der Kantine verzichte ich wie die meisten anderen Deutschen gern und bringe mir stattdessen Kellogg’s und Milch selbst mit. Interessanterweise kann ich mich wie schon in Malaysia an ein fremdes Frühstück am schlechtesten gewöhnen…

Achso: Bananen gibt es jeden Tag.

Zum Abschluss noch das Bild eines Nachmittagssnacks, den meine Kollegen mal mitgebracht haben:

Gol Kachauri

Diese lustigen Teigkugeln sind mit Cashews, Pepperoni und noch irgendetwas gefüllt und schmecken daher süß-scharf-nussig. Macht auch etwas satt, die Geschichte.

Das Dreieck Delhi – Jaipur – Agra

Der erste Teil der Auswahl bis zum Amber Fort in Jaipur.

Der zweite Block nach dem Amber Fort bis vor das Taj Mahal:

Von Pune und der Arbeit

Momentan ist es Sommer in Pune, das heißt die Temperaturen klettern nicht selten gen 40°C (durschn. Tageshöchsttemperatur 37°C). Die Luftfeuchtigkeit ist noch recht gering, wird aber während des kühlenden Monsuns im Laufe des Juni ansteigen. Der Monsun ist hier nicht so stark ausgeprägt und bringt wohl ähnlich viel Regen wie in Malaysia, wo ich mein Auslandssemester absolvierte.

Ganz anders sieht es dagegen in der Hafenstadt Mumbai aus, wo der Niederschlag im Juli fast 5-mal so hoch wie in Pune ausfällt (durchschnittlich 868mm!). Die Temperaturen fallen dann in Pune und Mumbai auf rund 30 Grad, was ich schon jetzt begrüßen würde.

 

Zwar habe ich direkt an einem meiner ersten Tage in Pune, dieses Foto geschossen:

In Pune

Doch es spiegelt wahrlich nicht den Normalzustand wider! Meist herrscht hier unerträglich viel Verkehr und außer in unserem teuren Viertel (“Koregaon Park”) herrscht überall ein nicht enden wollender Lärm.

Fest ins Straßenbild gehören folgende Gefährte, die Rikschas:

Rikscha

Klein, laut, aber unverzichtbar. Denn die ersten Kilometer zum Haltepunkt unseres Busses zum Arbeitsplatz müssen wir täglich mit solchen Gefährten überbrücken. Die Busfahrt mit den glücklicherweise klimatisierten Mercedes-Niederflurbussen (nur für Mitarbeiter) dauert morgens eine knappe Stunde.

Auf der Fahrt geht es über viele Brücken und von einer kann man recht gut den großen Hindu-Tempel des Viertels sehen:

Auf dem Weg zur Arbeit

Schließlich erreichen wir Chakan, der Industrieort im Norden von Pune, in dem auch VW Autos fertigt. Schon von weitem sieht man das “Center of Excellence”, in dem Mercedes-Modelle ausgestellt werden:

Center of Excellence

Direkt daneben ist das Hauptgebäude, in dem ich momentan arbeite:

Hauptgebäude

Die Rückfahrt dauert im Verkehrschaos noch länger (1-2 Stunden), sodass ich meist 13 Stunden außer Haus bin und dann noch zu Abend essen muss. Das Abendessen stellt dann auch häufig den Höhepunkt des Tages dar.

Am gestrigen Freitag musste ich zu den Behörden, hatte daher frei und war früher zu Hause. Das konnte ich dann gleich angemessen mit Kuchen von “Bakers Basket” zelebrieren :)

Bakers Basket

Best Exotic Sharan Hermitage

Wie im zuvor erwähnten Film “Best Exotic Marigold Hotel” sieht die Beschreibung im Internet besser aus als man glauben mag:

http://www.sharanluxuryhomes.com/sharanhermitage/index.php

Nur sind die “Luxury Homes” vom Sharan Hermitage leider noch nicht einmal billig (viel teurer als mein WG-Zimmer in Deutschland). Mittlerweile habe ich mich aber ganz gut eingelebt und komme mit den Gegebenheiten klar. Heute Abend hat mich mein neuer Zimmermitbewohner, ein Gecko, begrüßt (super gegen Moskitos), aber im Bad hat mich auch die erste Kakerlake angelacht (super gegen Antons). In unserer Küche verkehrt auch eine Maus, die ich noch nicht persönlich antraf. Sie ist jedoch sehr geschäftig und wurde durch die neuen Fliegengitterfenster in keinster Weise aufgehalten (hat ein sofort neues Loch reingebissen).

Für den ersten Eindruck aber ein Bild von außen:

Sharan Hermitage
Das Eckzimmer im zweitobersten Stock mit dem schwarzen Geländer davor ist meines.

Ich wohne mit einem weiteren Mensch in der Wohnung zusammen, der aus Delhi kommt und hier arbeitet: Vikrant. Jeder von uns hat ein eigenes kleines Bad mit Dusche und wir teilen uns Wohnzimmer, Esstisch und die dürftig ausgestattete Küche.

Küche 2
Unschwer zu erkennen: Mein Lieblingssaft GUAVE, darunter: Siemens-Waschmaschine (immerhin!)
Küche 1
Damals noch mit kaputter Schranktür und mit (jetzt wieder) zerbissenem Fliegengitter

Die Wohnzimmermöbel sind ein wenig angeschmuddelt, aber sonst in Ordnung:

Wohnzimmer

Der Blick aus dem Wohnzimmer ist ganz schön. Im Hintergrund sieht man das ständig wachsende Pune:

Blick aus Wohnzimmer

Mein eigenes Zimmer wird vom Doppelbett beherrscht, ein Tisch fehlt leider, aber hier schlafe ich meist auch nur:

Mein Zimmer (2) Mein Zimmer (1)

Ein schmaler Balkon läuft an der ganzen Wohnung entlang und bietet einen schönen Blick direkt nach unten:

Blick vom Balkon

Dieses erstaunlich große Fliegetier war schon vor mir auf dem Balkon:

Mein erster Mitbewohner

In der gegenüberliegenden Glasfassade, kann man unser Haus recht gut erkennen:

Fassade

Ankunft in Indien

Am 9. April bin ich über München nach Mumbai geflogen. Die Lufthansa-Maschine war nur gut zur Hälfte gefüllt und die Stimmung war gut. Glücklicherweise war gerade strahlender Sonnenschein über den Alpen, sodass man wunderbar die schneebedeckten Gipfel ausmachen konnte:

Letzter Blick auf Deutschland

Als Einstimmung sah ich zudem im Flugzeug  “The Best Exotic Margold Hotel”. Leicht verunsichert und leicht belustigt war ich beim ersten Anschauen des Films. Nicht viel später sollte ich feststellen, dass erschreckend viel Wahres in dem Film steckt…

Alpen

Nach 8 Stunden gegen halbzwölf abends (indischer Ortszeit) landete ich in Mumbai. Das erste, was mir auffiel, waren die Traktoren auf dem Flughafengelände, die hier wie normale Fahrzeuge eingesetzt werden.

Beim dritten Versuch die Immiration-Papiere auszufüllen war ich halbwegs mit dem Ergebnis zufrieden (viel zu wenig Buchstabenfelder für meine neue komplizierte Adresse) und passierte die Schalter erst gegen halb eins. Selbst Geld abzuheben ist in Indien anders. Der erste Automat im Flughafen war schlicht aus und die nächsten beiden waren halb offen (!) und mit einem normalen (wild blinkenden) Desktop-PC verbunden, der daneben stand und mit einer kleinen billigen Antenne verbunden war. Also genau das, was ein Automat nie sein sollte. Da das Wachpersonal direkt daneben stand, wagte ich es trotzdem hier abzuheben. Die ersten 10.000 indischen Rupien fischte ich dann auch erfolgreich aus der Maschine raus und machte mich auf dem Weg zum nahegelegenen Hotel “Mirage”.

Das Hotel hatte ich bewusst wegen der guten Lage für meine erste Übernachtung gewählt, doch den einen Kilometer konnte ich trotzdem nicht laufen, da es gar keine Fußwege gab. Naja, das geht schon, dachte ich mir und lief einfach nach meinem Offline-Navi los (Nokia Here Maps, sehr zu empfehlen!). In der Dunkelheit mit lauter Überführungen und Einbahnstraßen kam ich zur Erkenntnis, dass das keine gute Idee war und nahm dann doch das Angebot der nervigen Rikschafahrer an

mich zu fahren. Zusammengefasst meine teuerste Rikschafahrt überhaupt (200 Rupien = 3 Euro) für ein paar Minuten Fahrt. Und was für eine Fahrt! Da der werte Fahrer keinen überflüssigen U-Turn (Wendung) machen wollte, fuhr er einfach auf der rechten Seite der Hauptstraße als Geisterfahrer. Die Front der entgegenkommenden Autos nahm ich nicht ganz so gelassen hin, aber der Fahrer fuhr nicht mal an die Seite und wuselte einfach ganz mitten durch.

Erschöpft kam ich ihm “Mirage” an, und welch Wunder: meine Reservierung über booking.com war den 5 Leuten an der Rezeption ganz unbekannt! Die Reservierungsbestätigung half da erst nicht und ohne Internet konnte ich auch mein Mails nicht zeigen. Um das ganze abzukürzen: Im Laufe des Abends bekam ich noch ein Zimmer mit Upgrade und im zweiten Anlauf eine nicht mehr völlig falsche Registrierung meiner Person vor Ort (für Ausländer muss jede Unterkunft ein Registrierung an die Behörden geben). Das Zimmer war mit 2 Sesselecken, Sofa, Schreibtisch, Doppelbett, Flachbild-TV, Esstisch, Küche, Bad mit Badewanne, Bidet, Extradusche, Blumenschmuck und so eigentlich übertrieben.

Hotel Mirage

Aber auf der anderen Seite funktionierte die Wasserversorgung zum Beispiel nicht einwandfrei (sprotzelnde Dusche) und selbst zum Zähneputzen sollte das Wasser nicht so gut sein. Das macht doch den “Luxus” schnell zunichte.

Das TV-Programm begrüßte mich dagegen überraschend heimatlich:

Dortmund gegen Hoffenheim
Dortmund gegen Hoffenheim

Der erste Blick auf Indien bei Tageslicht war gemischt:

Umgebung
Grün, aber auch viel Unordnung und Dreck. Direkt neben den teuren großen Gebäuden slumartige Siedlungen

Das Frühstück war halb “Continental” (also wie bei uns im Hotel) und halb indisch mit vielen deftigen Frühstücksspeisen in der Buffett-Auswahl.

Erstes Frühstück

Mit nicht allzugroßer Verspätung wurde ich von einem Fahrer meiner Firma mit dem Auto abgeholt. Der Fahrer, der sich “Mr. Stallone” nennt, aber nicht im entferntesten an Sylvester Stallone errinnert, brachte mich bis zu meiner zukünftigen Wohnung in Pune.

Die Fahrt dauerte gut 4 Stunden bei 150-170 Kilometern, wobei wir auch einen kleinen Imbiss einlegten (wir aßen eine Art Kartoffelknödel (Paus!) im Brötchen, das ganze natürlich scharf!) auf der Hälfte der Strecke. Mr. Stallone war sehr nett und erklärte mir auf der Fahrt die lokalen Gegebenheiten. Nur die Tatsache, dass ich ihn zum Imbiss einladen würde, nahm er schon im Voraus wie selbstverständlich an.

Nach etwas über der halben Strecke erklommen wir den Pass bei Lonavala und ich konnte beeindruckende Felsschluchten erkennen, die auf dem Bild leider nur zu erahnen sind:

Pass von Lonavala

Auslandseinsatz in Indien

Pune in IndienWillkommen zum zweiten Kapitel meines Blogs.

Neuerdings berichte ich nicht mehr von Südostasien, sondern von Südasien und zwar aus INDIA!

Nach meinem Auslandssemester wollte gern auch einmal ein Auslandspraktikum absolvieren, um ein fremdes Land aus einem neuen Blickwinkel kennenzulernen. Daimler hat mir die Möglichkeit dazu gegeben, in einem mir recht vertrauten Unternehmen und gleichzeitig völlig unbekannten Kulturkreis ein halbes Jahr Erfahrungen zu sammeln.

Nachdem ich am 30. März die wohl letzte Klausur in meinem Leben geschrieben hatte, brach ich am 9. April kurz nach Ostern von Deutschland auf und landete etwas müde am späten Abend in der Handelsmetropole Mumbai (ehem. Bombay).

Nach der ersten Nacht im Mumbaier Hotel wurde ich direkt von Daimler abgeholt und in ungefähr 4 Stunden mit dem Auto die 150 Kilometer nach Pune gefahren, wo ich nun seit 2 Wochen lebe.

Pune ist eine für indische Verhältnisse mittelgroße Stadt mit einer einstelligen Millionenzahl an Einwohnern (niemand weiß genau Zahlen, und viele Angaben widersprechen sich). Einigen Bloglesern mag die Stadt vielleicht noch ein Begriff aus den Beatle-Zeiten sein, da auch die Beatles zu ihren Gurus anreisten.

Die Stadt liegt mitten im westindischen Bundesstaat “Maharashtra”, zu dem auch Mumbai gehört. Die Leute hier reden normalerweise nicht das allgemeine Hindi (das sie jedoch wohl wie die meisten Inder zumindest beherrschen) sondern Marathi. Bis auf manche Rikschafahrer oder Gemüseverkäufer können die meisten hier auch mehr oder weniger gut Englisch. Meine Arbeitskollegen sprechen sogar sehr gutes Englisch (und klingen nicht so wie Kaja Yanar-Inder) und viel beeindruckender: recht gutes Deutsch!

Doch dazu später mehr!

In den nächsten Tagen werde ich noch von meiner Arbeit, meinem letzten Wochenende in Mumbai und von meiner Wohnung im “Luxusstadtviertel” Koregaon Park berichten.

Übrigens: Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag werde ich mit 4 weiteren Daimler-Praktikanten einen Trip nach Delhi machen – die Ereignisse überschlagen sich geradezu! Die Vielzahl an Ereignissen führte auch dazu, dass ich erst seit diesem WE angefangen habe zu skypen. Umso mehr freue ich mich darauf Euch alle endlich mal wieder in Bälde zu hören! :)

Euer Anton

Die vorletzte VL-Woche

Langsam neigt sich schon das malaysische Semester dem Ende zu und für die ersten Veranstaltungen ist es bereits diese Woche der Anfang vom Ende. So zum Beispiel hatte ich heute zum letzten Mal “Tradisional Games”. Heute spielten wir aber gar keine Spiele, sondern es gab nur “makanan” also zu Essen! In der Kasse war wohl noch zu viel Geld…

Es gab um 3 Uhr Nachmittag (“petang”) Nudeln, auf die ich null Hunger hatte und Schichtkuchen. Sieht künstlich aus, schmeckt aber harmlos. Dazu gab es Tee mit schon eingemischter Kondensmilch.

Schichtkuchen

Konsistenz: Glibberig. Erinnerte mich zuerst an Reisteig, ist aber aus Mehl gemacht.

Einer der Teilnehmer hatte übrigens ein “Samsung Galaxy Beam” dabei, das ich noch nie in der Praxis gesehen habe:

Galaxy Beam

Die Bildqualität war überraschend hoch! Für die, die es nicht erkennen: Das ist ein Smartphone mit integriertem Beamer!

 

Wieso hatte ich keinen Hunger? Nun weil ich mit Tawan und Kerstin in der Mensa namens “Meranti” zu Mittag gegessen hatte. Es gab das Standardessen in Malaysia schlechthin: “Ayam Goreng” (gebratenes Hühnchen).

Ayam Goreng

Das Hühnchen ist leider fast immer kalt, weil man hier das Selbstbedienungsessen nicht richtig warm hält. Das ist auch der Grund, weshalb ich das Standardessen oft meide. An sich schmeckt es gar nicht schlecht. Huhn bei KFC schmeckt hier dagegen widerlich.

Vorne das kleine Ding, das aussieht wie ein Schildkrötenpanzer, ist übrigens mein kleiner Nachtisch, welcher (im Nachhinein) dem Schichtkuchen sehr ähnelt! Dazu gab es einen Mangomilchshake, der das ganze erheblich aufpeppte.

Murtabak

Am heutigen Montag hatten wir mal wieder frei wegen eines malaysischen Feiertages. Am Abend sind wir mit einer Gruppe aus 4 Malayinnen und 2 Malayen Abendessen gegangen, die wir kennengelernt haben, da sie Deutschland für (nur!) 10 Tage besuchen wollen. Sie wollen unser Land sehen, aber gleichzeitig auch irgendein Projekt vorstellen. Am Anfang wollten 5 Personen mit und jetzt sind es angeblich 23. Naja, ich bin mir da aber noch nicht so sicher, da hier Planungen recht spontan sind und das ganze für Malaysier doch recht teuer wird (sie dürfen auch nicht länger als 10 Tage in Europa bleiben).

Wir sind zu dem Straßenrestaurant gut eine halbe Stunde über die Autobahn gefahren,  da es in “Kampung Melayu” liegt; im Norden von JB. Hier gibt es offenbar den besten Murtabak der Region. Das ganze ist eine Art Pfannkuchen (also “Roti”) welcher mit Zwiebeln und Fleisch gefüllt ist. Klassischerweise mit Rindfleisch (“Daging”), was wir dann auch alle gewählt haben.

Murtabak

Dazu kann man sich die braune Sauce über den Murtabak träufeln – lecker! Nicht scharf übrigens, aber ziemlich füllend. Deswegen mussten Felix und ich auch z.T. die Murtabaks der zierlichen Malayinnen mit aufessen :)

Ein Bild der ganzen Gruppe kann ich wahrscheinlich noch nachliefern.

Malaysian Quick Kick!

Nach fast 3 Monaten neigte sich meine legale Droge – trotz strenger Rationierung – dem Ende zu. Richtig, damit kann nur Quick Kick von Hussel gemeint sein!

Die Packung hatte mir Uli vor der Abfahrt geschenkt. An dieser Stelle: Danke, Uli! Sehr, sehr gute Idee so etwas im fernen Osten dabei zu haben. Die Hussel-Filialen sind nämlich auf der malaiischen Halbinsel nicht so eng gestreut.

Doch Quick Kick hat genauso wie Schokolade noch immer einen großen Haken: irgendwann heißt es immer “alle alle!” und der Kummer ist groß. Und das auch noch kurz vor der Adventszeit. Schlimmlich.

Doch was hilft das Gejammer? Taten waren angesagt! In unserem größten Einkaufsladen der Stadt “Aeon” (zuvor “Jasco”, kommt aus Japan) fand ich mithilfe einer Verkäuferin unter unzähligen Instant-Kaffee-Sorten eine Packung ganze Kaffeebohnen. Da ich wirklich Quick Kick-Nachschub benötigte, probierte ich endlich mal die Bohnen direkt so ohne Schokolade. Aber nein, ich bin nicht süchtig! Das wollte ich immer mal ausprobieren und ich muss sagen: ich mag’s! Aber es fehlt natürlich die Süße als Ausgleich zu Bitterkeit der Kaffeebohne. Manch einer wird bereits wissen, dass ich auch bei Schokolade besonders die dunkle, bittere bevorzuge (die in MY gar nicht so leicht zu bekommen ist), sodass ich die puren Bohnen in geringen Mengen für genießbar erachte.

Dann wurde Felix am 19. November 22 Jahre alt und wir wollten ihm eine Geburtstagstorte machen. Da unsere Mittel jedoch sehr begrenzt waren, ersannen und bauten Kerstin, Joko und ich eine Keksburg!

Keksburg

Mit Butterkeksen, TimTams (CVH erinnert sich vielleicht), Neapolitaner-Waffel-Würfeln als Zinnen und Koalabären als Turmwachen errichteten wir das Keks-Bollwerk während Felix dem Volleyballsport fröhnte:

Bau der Keksburg

Wie auf letztem Bild zu erkennen, war in der Schokoladen-Box hinten links auch noch gut was drin. So viel “Zement” brauchte die Burg gar nicht. Tja und dann… war es nur noch eine Frage der Zeit, wann ich endlich die Gelegenheit am Schopfe packte und Quick Kick-Replike anfertigte. Voilá:

Quick Kick MY

Curry House

Mein Abendessen heute beim Curry House, einem Inder in der Innenstadt. Man wählt zwischen lauter verschiedenen Soßen, vegetarischen, Lamm-, oder Huhncurrys aus, bestimmt die Reissorte und dann bekommt man ziemlich viel Essen für rund 2,50 Euro. Was für Malayen ein ganz schön happiger Preis ist. (Finde ich mittlerweile auch recht überteuert!)

Curry House

Ich hatte zwei Hühnchencurrys (ein oranges und ein ganz grünes), die aber schon mit dem Reis zusammen in eine Form gehauen wurden, welche dann auf den Teller wie ein Pudding gestülpt wird. Deshalb sieht man hier leider nicht das Fleisch. Das ganze wird übrigens auf einem Palmblatt serviert: Sieht cool aus, und der Reis hängt nicht so an :)

Hinten leicht verdeckt, rohe Zwiebeln in einer etwas milchigen Soße und vorne ein großer Krabbenchip, der sogar mir schmeckt. Das beides kann gut die Schärfe des Currys aufnehmen. Trotzdem musste ich zum Ende hin lauter Pepperonis rauspicken, da es für Nichtinder wie mich doch schon so recht “spicy” war…